Skinner und "Skinner" - Ein Theorien-Vergleich

Theodor Ickler

0. Zwei Psychologen haben auf die Entwicklung ihrer Wissenschaft in diesem Jahrhundert einen besonders nachhaltigen, wenn auch höchst verschiedenartigen Einfluß ausgeübt: Burrhus F. Skinner, der Begründer und Hauptvertreter des "radikalen Behaviorismus", sowie ein Forscher gleichen Namens, den wir zur deutlichen Unterscheidung "Skinner" (in Anführungszeichen) nennen wollen. Ihre Lebensdaten stimmen vollkommen überein, ebenso die Titel ihrer Werke - gewiß ein kurioser Fall der Wissenschaftsgeschichte, der verständlicherweise dazu geführt hat, daß die beiden Persönlichkeiten eine Zeitlang für eine und dieselbe gehalten wurden. Dieser Irrtum ist jedoch längst aufgeklärt (vgl. etwa MacCorquodale 1969 u. 1970, Todd & Morris 1992, Catania 1977, wo sich auch eine gute deutschsprachige Zusammenfassung von Skinners Sprachtheorie findet; zu Skinners Lerntheorie im allgemeinen vgl. z. B. Werner & Butollo 1977).

Wenn eben die Übereinstimmung bei den Titeln ihrer Veröffentlichungen erwähnt wurde, so ist doch auf ein Problem der Überlieferungsgeschichte hinzuweisen: Während wir nämlich von Skinner eine Fülle authentischer Texte besitzen, ist von den Arbeiten "Skinners", abgesehen von einigen kurzen Zitaten, keine Zeile erhalten. Wir sind hier fast ganz auf sekundäre Quellen angewiesen, doch ist das kein großer Schaden, denn "Skinners" Lehrmeinungen sind bei anderen Autoren so eingehend referiert, daß wir uns ein recht genaues Bild machen können. Dabei stoßen wir auf die nächste Überraschung: Die Theorien der beiden Forscher sind nämlich so verschieden wie nur möglich, ja, man kann sagen, daß Skinner und "Skinner" in allen wichtigen Punkten genau entgegengesetzte Ansichten vertreten haben. Auch dies ist nicht unbemerkt geblieben. Skinners eigenes Spätwerk "About Behaviorism" (1974, dt. 1978) widerlegt in zwanzig Punkten gegnerische Ansichten, von denen manche sich unschwer auf seinen großen Antipoden "Skinner" zurückführen läßt. Doch scheint gerade im deutschen Sprachraum ein Theorien-Vergleich immer noch lohnend, ja notwendig, zumal - ein weiteres Paradox - die erhaltenen Schriften Skinners kaum gelesen werden, die nicht erhaltenen "Skinners" dagegen in aller Munde sind. Ich werde ein gewisses Schwergewicht auf beider Autoren Ansichten zu Sprachverhalten und Spracherwerb legen.

1. "Skinner" versuchte, tierisches und menschliches Verhalten mit einem "Reiz-Reaktions-Modell" ("Stimulus-Response-Modell", "S-R-Modell") zu erklären.

"Den ehrgeizigsten und extremsten Versuch, die Sprachentwicklung innerhalb des S-R-Modells zu erfassen, hat Skinner in seinem Werk 'Verbal Behavior' (1957) vorgelegt." (Grimm 1982, 562)

"Es wird postuliert, daß Zweitsprachenerwerb nach einem S-R-Modell abläuft, wie es etwa Skinner (1957) und andere Behavioristen umrissen haben." (Felix 1982, 3f.)

"Sprachverhalten. (...) Im Sinne des amerikanischen Psychologen B. F. Skinner als Sprach- bzw. Sprechverhalten, das Sprache innerhalb eines beobachtbaren Reiz-Reaktions-Modells definiert, als Reaktion auf bestimmte Stimuli." (Joachim Raith in Glück (Ed.) 1993, 588)

"Die wirkungsvollste Kritik des behavioristischen Reiz-Reaktions-Schemas kam (...) von der Linguistik, speziell von der 1959 erschienenen Kritik Chomskys an Skinners 'Verbal Behavior' (1957)." (Wimmer & Perner 1979, 15)

Die Beispiele lassen sich beliebig vermehren, so daß an diesem Bestandstück der "Skinnerschen" Theorie kein Zweifel möglich ist. Das S-R-Modell ist wenig originell, es geht auf frühe Formen des Behaviorismus sowie auf reflextheoretische Vorstellungen zu Beginn des Jahrhunderts zurück.

Skinner war ein Gegner dieser Auffassung, das ist allgemein bekannt. George Mandler, selbst kein Behaviorist, stellt ausdrücklich fest, daß er "B. F. Skinners nachdrückliche Opposition zur S-R-Psychologie" (Mandler 1979, 10) anerkenne. Als Kern der Skinnerschen Lehre gilt mit Recht das sogenannte "operante Konditionieren", das er dem klassischen (Pawlowschen) ergänzend zur Seite stellte und in vielen Experimenten analysierte. Man nennt es auch "Lernen am Erfolg". In seiner Autobiographie beschreibt er selbst, wie er, von der Reflexologie herkommend und in Auseinandersetzung mit dem älteren Behaviorismus, Mitte der dreißiger Jahre seine neue Konzeption entwickelte. Deren Kern besagt, daß die Auftretenswahrscheinlichkeit eines aus welchen Gründen auch immer vorhandenen ("spontanen") Verhaltens sich durch die Folgen, die es in der Umwelt hat und die auf den Organismus zurückwirken, verändert. Oder, mit den Anfangsworten aus "Verbal behavior":

"Men act upon the world, and change it, and are changed in turn by the consequences of their action." (Skinner 1957, 1)

In diesem Satz - zugleich ein Beispiel für Skinners Kunst, mit ganz schlichten Worten etwas sehr Bedeutungsvolles auszudrücken - steht also ganz eindeutig die Aktivität der Organismen am Anfang, während "Skinner" die Ansicht vertreten zu haben scheint, daß der Organismus erst durch einen äußeren Reiz aktiviert werden muß, wie der Zigarettenautomat durch die eingeworfene Münze.

Gegen das Bild des Menschen als eines "passiven", nur "reagierenden" Apparates haben sich die mentalistischen Gegner "Skinners" besonders energisch gewehrt, ohne zu bemerken, daß sie dabei in Skinner einen starken Verbündeten hatten:

"Die Nativisten sehen den Menschen eher als einen agierenden und weniger als eine reagierenden Organismus an." (Felix 1982, 188)

Der sowjetischen "Tätigkeitspsychologie" wird nachgerühmt:

"Dieses Tätigkeitsmodell unterscheidet sich grundlegend vom bloßen passiven Reagieren auf äußere Stimuli (wie etwa im Behaviorismus)"... (Heinemann & Viehweger 1991, 61)

Monika Schwarz (1992, 12f.) meint, der Mentalismus nehme "zielgerichtete Aktivitäten" an statt "kausaler Mechanismen", die auf "simple Reiz-Reaktions-Kontingenzen" hinauslaufen usw., womit sie ebenfalls auf die bekannte Lehre "Skinners" anspielt. Vgl. auch Holenstein 1992, 14ff.

2. "Skinner" war ein Vertreter des "methodologischen Behaviorismus" im Gefolge Watsons:

"Der Einwand gegen mentale Phänomene war nicht, daß es sie nicht gibt, sondern daß sie für die Entwicklung von Verhaltensweisen nicht relevant sind." (Bieri 1993, 31)

"Ein konsequenter Vertreter von Skinners Programm ist ein Epiphänomenalist, es sei denn, er geht dazu über, auch die Existenz mentaler Phänomene zu leugnen." (Bieri 1993, 53)

Dagegen wendet sich der Philosoph Peter Bieri mit Bedenken, die wohl geradewegs aus Skinners Schriften übernommen sind; denn die bis in den Wortlaut reichende Übereinstimmung ist anders kaum erklärlich:

"Die meisten methodologischen Behavioristen räumten das Vorhandensein seelischer Ereignisse ein, ohne sie jedoch in Betracht ziehen zu wollen. Konnten sie aber wirklich der Ansicht sein, daß die mittlere Phase in der dreiphasigen Folge von physikalischem, seelischem und wiederum physikalischem Ereignis nicht von Belang sei, daß mit anderen Worten seelische Zustände und Gefühle bloße Epiphänomene seien?" (Skinner 1978, 23; vgl. auch ebd. 243)

Diesem methodologischen Behaviorismus, der "im Rahmen seiner selbstgesteckten Ziele (...) erfolgreich" gewesen sei (Skinner 1978, 22), stellt Skinner bekanntlich seinen "radikalen Behaviorismus" gegenüber, der aber von Bieri nicht näher behandelt wird, so daß die Überschrift "Das Scheitern des Behaviorismus" (Bieri 1993, 31) etwas voreilig erscheint.

3. "Skinner" hält die sogenannten "Assoziationen" für dasjenige, was zwischen Reaktionen sowie zwischen Stimulus und Response vermittele:

"Einer der ersten Versuche zur Erklärung der Sprachentwicklung stammt aus der behavioristischen Lerntheorie (vgl.SKINNER 1957). Grundlage dieser Theorie ist die Annahme, daß sprachliches Verhalten durch assoziative Prozesse gesteuert wird. Die Sprachproduktion wird durch die Assoziationsstärken zwischen den Wörtern bestimmt. Diese assoziativen Beziehungen ergeben sich aus der Häufigkeit des gemeinsamen Vorkommens in der Erfahrung des Sprechers. Spracherwerb heißt nach dieser Vorstellung: das Kind lernt, welche Wörter einem bestimmten Wort mit welcher Wahrscheinlichkeit folgen, d.h. es lernt bedingte  Auftretenswahrscheinlichkeiten (vgl. STAATS/STAATS 1963). Chomsky hat die Unzulänglichkeiten des Behaviorismus in sprachtheoretischer und in wissenschaftstheoretischer Hinsicht offengelegt und damit das Konzept des Wahrscheinlichkeitslernens als unzureichend erwiesen." (Clahsen 1982, 9)

Vgl. wiederum auch M. Schwarz 1992, 12.

Skinner ist anderer Meinung. Er weist "Assoziation" als Erklärungsprinzip ausdrücklich zurück. Eine "Assoziation" (im umgangssprachlichen Sinn einer schlichten "Verbindung") besteht zwischen den Umständen der Außenwelt, unter deren Einfluß die Konditionierung stattfindet (Skinner 1978, 49 u. 83, Skinner 1957, 58 u.ö.). Auch in "Verbal behavior" ist "Assoziation" kein Terminus, sondern dient allenfalls zur ironischen Charakterisierung gegnerischer Ansichten (s. das Register unter "word association").

4. Was das "Wahrscheinlichkeitslernen" betrifft, das "Skinner" (nach Clahsen) lehrte, so läßt sich dem die Ansicht Skinners entgegenstellen, der hier offen gegen "Skinner" polemisiert:

"Jemand, der sich unter der Einwirkung operanter Verstärkung verändert hat, hat nicht 'eine Wahrscheinlichkeit gelernt'; er hat aufgrund einer gegebenen Frequenz der Verstärkung in einer bestimmten Rate zu reagieren gelernt." (Skinner 1978, 146)

5. Besonders eingehend scheint sich "Skinner" darüber verbreitet zu haben, daß der Mensch (und jedes Tier) als "Tabula rasa" auf die Welt komme, also ohne jede genetische Ausstattung. Eine solche Ansicht würde man in unserem Jahrhundert für unmöglich halten, wäre sie nicht für "Skinner" so reichlich belegt. Der Tabula-rasa-Standpunkt verkörpert eine extreme Stellungnahme im "Nature-nurture-Streit": Kein Verhalten ist angeboren, alles stammt aus der Umwelt. Man spricht daher auch von "environmentalism". "Skinner" war extremer Environmentalist. M. Schwarz wendet sich mit Recht gegen "die Auffassung des Behaviorismus, daß der Mensch als Tabula rasa auf die Welt kommt und sein Wissen aufgrund assoziativer Lernsequenzen erwirbt." (Schwarz 1992, 12). Skinner war ebenfalls ein entschiedener Gegner dieser leicht zu widerlegenden Position:

"No reputable student of animal behavior has ever taken the position 'that the animal comes to the laboratory as a virtual tabula rasa, that species differences are insignificant, and that all responses are about equally conditionable to all stimuli'." (Skinner 1966, 1205)

"Ein Organismus ist selbstverständlich nicht leer und kann folglich nicht als eine black box angesehen werden." (Skinner 1978, 239)

Es erübrigt sich, weitere Zitate aus Werken Skinners anzuführen, da sich entsprechende Äußerungen fast auf jeder zweiten Seite finden lassen. Die Umwelt beeinflußt das Leben jedes Individuums, aber ihren größten Einfluß hat sie auf die Entwicklung der Arten ausgeübt (Skinner 1978, 25 u. ö.):

"Die Person ist zunächst vor allem ein Organismus, ein Mitglied einer Art und einer Unterart, das eine genetische Ausstattung sowie anatomische und physiologische Eigenarten besitzt, die das Ergebnis der Kontingenzen des Überlebens sind, denen die Art im Verlauf der Evolution ausgesetzt gewesen ist. Zur Person wird der Organismus, indem er ein Verhaltensrepertoire unter den Kontingenzen von Verstärkung erwirbt, denen er in seiner Lebenszeit ausgesetzt ist." (Skinner 1978, 234)

Während nach "Skinner" jeder Organismus alles lernen kann (vgl. Felix 1982, 285), ist das in Skinners Augen völlig ausgeschlossen. In der Phylogenese einer jeden Art ist gerade auch die Ursache dafür zu suchen, daß bestimmte Umweltreize als Bekräftigung wirken und andere nicht (Skinner 1953, 83 u.ö.).

6. Das "Lernen am Erfolg" eröffnet insofern eine interessante Perspektive, als es strukturell übereinstimmt mit der evolutionstheoretischen Erklärung jener phylogenetischen Ausstattung, von der "Skinner" nichts wissen will. Der "Belohnung" ("Bekräftigung", "Verstärkung": die deutschen Äquivalente für "Reinforcement" sind nicht einheitlich) entspricht in phylogenetischer Dimension die relative Erhöhung der Fortpflanzungsrate, d.h. das "Überleben des optimal Angepaßten". "Skinner" erkennt einen solchen Zusammenhang nicht, weshalb etwa die Ethologen der Lorenz-Schule in ihm eher einen Gegner als einen Verbündeten sehen. Liest man hingegen Skinner, z.B. die folgende Äußerung:

"Es gibt bemerkenswerte Ähnlichkeiten in den Theorien der natürlichen Selektion, der operanten Konditionierung und der Evolution sozialer Umwelten." (usw.) (Skinner 1978, 232)

- so glaubt man beinahe auf ethologischem Urgestein zu stehen, nicht zuletzt was die Ausweitung der genetischen Erklärungsweise in die kulturgeschichtliche Dimension betrifft (vgl. etwa die Arbeiten O. Koenigs).

Sprachwissenschaftlich und semiotisch ist von besonderem Interesse, daß alle drei Dimensionen zusammen - die phylogenetische, die historische und die ontogenetische - auf befriedigende Weise die Entstehung und den Wandel von Zeichen erklären. Der Lorenz-Schüler Wolfgang Wickler (1975, im Anschluß an Julian Huxley) hat besonders im Hinblick auf die Phylogenese gezeigt, wie Gestalt- und Verhaltensmerkmale "empfängerseitig semantisiert" werden und damit unter "Selektionsdruck" geraten, der zu ihrer "Ritualisierung" führt. Die Evolutionslehre erklärt also, wie Bedeutung in die Welt kommt. In geschichtlicher und ontogenetischer Dimension (und vielleicht sogar in aktualgenetischer, vgl. die klassische Abhandlung von Donald T. Campbell 1960) gibt es genaue Analoga dazu, so daß eigentlich kein Grund mehr besteht, vom "Wunder des Bedeutens" (Lenk 1994, 40) bzw. vom "Wunder des Verstehens" (Gadamer) zu sprechen oder die Entstehung von Bedeutungen für "eines der tiefsten Probleme der gegenwärtigen Philosophie" (Lenk a.a.O.) zu halten.

7. Der Spracherwerb wird von "Skinner" auf folgende Weise erklärt:

"Das Kind soll deshalb nach den Regeln der Grammatik zu sprechen lernen, weil es für die Befolgung richtiger Regeln 'belohnt' (positiv verstärkt) wird und für die Anwendung falscher Regeln 'bestraft' wird." (Grimm 1982, 565)

Skinner hingegen schreibt:

"Die sogenannten Regeln der Grammatik sind jüngst Gegenstand einer weitläufigen Kontroverse geworden. In dieser Kontroverse wurde behauptet, daß es Regeln und Anweisungen gibt, die die Sprachgemeinschaft beherrschen und denen wir gehorchen, ohne uns dessen bewußt zu sein. Gewiß haben die Menschen über Jahrtausende grammatisch gesprochen, ohne zu wissen, daß es grammatische Regeln gibt. Ein grammatisches Verhalten wurde damals wie heute durch die verstärkenden Praktiken einer Sprachgemeinschaft geformt, aufgrund derer sich einige Arten von Verhalten als wirksamer erwiesen als andere. Durch das Zusammenwirken vergangener Verstärkungen und eines gegenwärtigen Problemaufbaus wurden Sätze erzeugt. Der Sprachgebrauch aber wurde von Kontingenzen und nicht von Regeln beherrscht, ob diese nun explizit formuliert gewesen sind oder nicht." (1978, 146)

Und er fügt die auch sprachdidaktisch wichtige Erkenntnis hinzu:

"Eine Sprache unter Zuhilfenahme eines Lexikons und einer Grammatik zu sprechen, ist nicht dasselbe wie eine Sprachbeherrschung, die durch eine Konfrontation mit einer Sprachgemeinschaft erworben worden ist." (1978, 144)

(Dieser Unterschied ist später bekanntlich von S. D. Krashen und dann von vielen anderen als Gegensatz von "Lernen" (learning) und "Erwerben" (acquisition) einer Fremdsprache popularisiert worden.)

Während also bei Skinner das Sprachverhalten und bei "Skinner" die Beherrschung der "Regeln", die dem Sprachverhalten angeblich zugrundeliegen, gelernt werden, lehren die mentalistisch-nativistischen Kritiker etwas anderes, was jedoch "Skinner" näher kommt als Skinner:

"Kinder formulieren (unbewußt) auf der Grundlage wahrgenommener Sprachhandlungen Hypothesen über die Regeln, die diesen zugrundeliegen." (Grimm 1982, 565)

Ob dies, auch bei wohlwollender Auslegung, überhaupt als Erklärung des Spracherwerbs ernst genommen werden kann, sei dahingestellt; es ist nicht Gegenstand unseres Theorien-Vergleichs (vgl. Ickler 1994).

8. Es wurde bereits erwähnt, daß "Skinner" den Menschen als passiven Apparat auffaßt. In diesen Zusammenhang gehört auch seine Unfähigkeit, die produktiven, konstruktiven, ja kreativen Verhaltensweisen des Menschen zu erfassen. Entsprechend unwürdig und unmenschlich ist sein Bild vom Menschen. Man hat es mit Recht "rattomorphistisch" genannt. Auch Skinner meint mit deutlicher Spitze gegen seinen Namensvetter:

"Wer behauptet, daß das Verhalten nichts weiter sei als eine Reaktion auf Reize, vereinfacht die Sache über Gebühr. Wer behauptet, Menschen seien genau wie Ratten und Tauben, ist naiv." (Skinner 1978, 258)

Gerhard Helbig lobt die Überwindung des Behaviorismus (d.h. "Skinners") durch die generativistische Spracherwerbstheorie:

"Man erkannte wieder (...), daß die Lernenden einen Kopf haben, die Lehrer keine Tiertrainer, die Schüler keine Zirkuspferde sind." (Helbig 1981, 35)

Eine Sprachdidaktikerin meint:

"Der Prozeß der Sprachaneignung ist jedoch kein passives Aufnehmen vorgefundener Sprachmittel und -strukturen, sondern ein durchaus eigenständiger Nachvollzug der Sprache durch das Kind." (Pommerin 1982, 3)

Das entspricht vollkommen Skinners Meinung, ebenso wie die These von H. Grimm, Spracherwerb sei ein "aktiver, konstruktiver und rekonstruktiver Prozeß". "Verbal behavior" ist sozusagen die ausgearbeitete Explikation dieser These, auch wenn die Redeweise von "aktiven Prozessen" aus Gründen der begrifflichen "Stilreinheit" zu kritisieren wäre (vgl. Herrmann 1982) und dementsprechend von Skinner vermieden wird.

Gegen die überaus platten, mechanistischen Ansichten "Skinners" setzt der Mentalismus das Hohelied von der Menschenwürde, wobei gelegentlich religiös-inbrünstige Töne vernehmbar werden:

"The cognitive process of learning appreciates the real human characteristics of man: he is not locked within his habits; he possesses a creative force which expresses itself not only in his philosophical thinking and in his art, but also in his language: every sentence he speaks originates from a receptacle which has openness. It is a creative linguistic act, which remains within the system of rules (rulegoverned creativity)." (L. K. Engels 1977, 286)

In diesem Sinne sieht John Searle die größte Leistung Chomskys darin, "daß er einen wichtigen Schritt zu einer Rehabilitierung der traditionellen Auffassung von der Würde und der Einzigartigkeit des Menschen getan hat." (Searle 1974, 438)

Auf einen so erhebenden Ton sind Skinners Schriften nicht gestimmt, doch würde er der Sache nach kaum widersprechen. Menschen sind für ihn selbstverständlich weder Maschinen noch Zirkuspferde. Es ist nicht uninteressant, daß Skinner auch die "Computer-Metapher" ausdrücklich kritisiert, wobei er sich folgenden Seitenhieb erlaubt:

"Nebenbei gesagt, stellen nicht die Behavioristen, sondern die kognitiven Psychologen, die den Geist als einen Computer auffassen, den Menschen als Maschine dar." (1978, 127)

9. Da "Skinner" eine Reihe von Ansichten vertritt, die man nicht erst aus heutiger Sicht als offensichtlich falsch bezeichnen muß, stieß er bei denen, die sich näher mit ihm beschäftigt haben, auf ebenso scharfe wie berechtigte Ablehnung. Ein prominenter Kritiker war Noam Chomsky, dem man allgemein zuschreibt, "Skinner" gründlich erledigt zu haben:

"Chomsky's critique of Skinner was the final nail in the behaviorist coffin." (McLaughlin 1978, 21)

Gerhard Helbig erwähnt "die vernichtende Rezension von SKINNERs Buch 'Verbal Behavior' (1957) durch CHOMSKY (1959)" (Helbig 1981, 31), bei der es sich nach Henning Wode (1981, 23) um "flogging a dead - American - horse" gehandelt habe. Gisela Szagun erwähnt in ihrem Buch über die Sprachentwicklung beim Kind "Skinner" zweimal, stets im Zusammenhang mit Chomsky, dem es gelungen sei, "überzeugend nachzuweisen, daß die klassischen Variablen behavioristischer Theorien, Stimulus, Response und Verstärkung, beim Erklären des Spracherwerbs nutzlos sind." (Szagun 1991, 11) Für Elmar Holenstein (1992, 14) gibt es zwei Eckdaten des Behaviorismus: 1918 (Watsons Manifest) und 1959 (Chomskys "Skinner"-Kritik). Elizabeth Ingram hingegen erlag noch in den siebziger Jahren der Täuschung, "Skinner" und Skinner seien dieselbe Person, als sie naiverweise feststellte:

"(...) while in linguistic and applied linguistic circles there is a general impression that he" - "Skinner" bzw. Skinner - "was killed off some time ago, there is, in fact, a very busy and lively group of people working away on operant conditioning and verbal learning, quite undeterred by fashions in other circles." (1978, 5)

Wenn H. Grimm und J. Engelkamp feststellen:

"Der Kritik Chomskys hat das Buch Skinners (sc. "Verbal Behavior") seine große Popularität zu verdanken." (Grimm & Engelkamp 1981, 165)

- so kann sich das nur auf "Skinners" Buch beziehen, da das gleichnamige Werk Skinners alles andere als populär ist. Zu denken gibt freilich, daß auch "Skinners" populäres Buch, wie H. Grimm an einer anderen Stelle vermutet, "meistenteils sekundär oder gar tertiär gelesen" wurde (Grimm 1977, 13). Das erklärt natürlich vieles.

"Skinner" verfügte offenbar nur über einen extrem niedrigen Intelligenzquotienten - nahe am Schwachsinn - , da er nicht zu begreifen vermochte, was vor aller Augen liegt:

"Daß es" (sc. das Modell "Skinners") "aber weder den Aufbau des grammatischen Systems noch die sich entwickelnde Ausdrucksfähigkeit in dem von uns definierten Sinn auch nur annähernd zu erklären vermag, ist sicherlich jedem sofort einsichtig. Deshalb soll es weder ausführlich dargestellt noch im einzelnen widerlegt werden." (Grimm 1982, 565, Hervorhebung von mir.)

Vgl. auch: "offensichtlich unhaltbar" (Grimm 1977, 12) und viele ähnliche Kennzeichnungen der "Skinnerschen" Theorie, deren hervorstechendes Merkmal zugleich ihre "Einfachheit" gewesen zu sein scheint, wie die Kritiker nicht müde werden hervorzuheben (z. B. Grimm ebd.). Skinner dagegen leidet fühlbar unter der ungeheuren Komplexität der Darstellung, die er seinen Lesern zumuten muß und auf die er selbst mehrfach entschuldigend hinweist. Sein Buch, an dem er Jahrzehnte gearbeitet hat - weit länger als an jedem anderen - ist zwar einfach geschrieben, aber offenbar nicht einfach zu verstehen.

Auch der Sprachphilosoph Franz von Kutschera kommt nach einer sorgfältigen Analyse von "Skinners" Sprachtheorie (die er freilich nur aus Chomskys Referat zu kennen scheint - ein Fall jener "sekundären" Lektüre) zu dem Ergebnis, man könne "von den sprachphilosophischen Versuchen des Behaviorismus völlig absehen" (v. Kutschera o.J., 178).

Es ist eigentlich kaum zu verstehen, warum so viele Autoren sich zu ernsthafter Kritik an einer wissenschaftlichen Nullität wie "Skinner" veranlaßt gesehen haben.

10. Was den einzelnen Sprechvorgang betrifft, so scheint "Skinner" der Meinung gewesen zu sein, jedes einzelne Zeichen sei durch das unmittelbar vorangehende Zeichen in der Redekette vollständig determiniert. Man spricht auch von einem "Markoff-Prozeß", und diese Ansicht hat Chomsky in seiner Rezension zu "Skinners" "Verbal Behavior" schlagend widerlegt.

"Skinner behandelt Sprache nicht als ein System von Strukturen, sondern als einen Markoff-Prozeß. Nur diese Reduzierung auf eine rein lineare Verknüpfung von Grundelementen läßt es zu, das Bilden von Äußerungen durch Reiz-Reaktionsmuster in dem Sinne zu erfassen, daß das eine Wort den Reiz für das nächste bildet usw." (Grimm & Engelkamp 1980, 166)

Dieses Beharren auf einem "Markoff-Modell" trägt wesentlich zur Überholtheit der "Skinnerschen" Ansichten bei, wie auch Willem Levelt sehr einsichtsvoll schreibt:

"Mit diesen Entdeckungen (gemeint ist Chomskys "Entdeckung" der Rekursivität natürlicher Sprachen, Th. I.) wird das behavioristische Modell des menschlichen Sprachverhaltens, das ja explizit auf einem assoziativen Markov-artigen Mechanismus basierte, zu Recht als völlig unzureichend beiseite gelegt." (Levelt 1991, 63)

Vgl. auch Wimmer & Perner 1979, 15f.

Bei Skinner hat eine solche Auffassung keine Entsprechung; "intraverbale Bindung" als eine Art Wort-zu-Wort-Verknüpfung spielt eine bescheidene Rolle, z. B. bei phraseologischen Wendungen, doch im übrigen benötigt Skinner ein ganzes Buch dazu, die vielfältigen Ursachen für das Auftreten eines sprachlichen Zeichens darzustellen. Vgl. etwa Skinner 1957, 312.

11. Von der Wortbedeutung hatte "Skinner" eine sehr schlichte Vorstellung, die Hans Hörmann folgendermaßen referiert:

"Die Substitutionstheorien - zu denen prinzipiell auch der SKINNERsche Ansatz zu zählen ist - gehen alle von der faszinierend einfachen Ansicht aus, der conditionierte Stimulus 'Wort' diene als Ersatz für den unconditionierten Stimulus 'Objekt' dazu, jene Response auszulösen, die bislang vom 'Objekt' ausgelöst worden ist." (Hörmann 1977, 105)

Aber was soll daran "faszinierend" sein? Skinner führt diese "einfache Ansicht" mit Recht auf Watson zurück und stellt ausdrücklich fest:

"This is a superficial analysis which is much too close to the traditional notion of words 'standing for' things." (Skinner 1957, 87)

Zu einem entsprechenden Beispiel, das Bertrand Russell anführt, bemerkt er:

"But we do not behave toward the word 'fox' as we behave toward foxes, except in a limited case." (Ebd.)

Dies wird noch weiter ausgeführt; es versteht sich eigentlich von selbst, daß der radikale Behaviorismus keine "Substitutionstheorie" der Bedeutung vertreten kann. Nur "Skinner" scheint das nicht begriffen zu haben. Er meint daher auch, es gebe eine einzelne Response, die sowohl durch das Wort Regen als auch durch den Regen selbst ausgelöst wird und provoziert damit den Einwand:

"Offensichtlich gibt es weder auf das Objekt Regen noch auf das Wort 'Regen' eine bestimmte Response; was auf das eine bzw. auf das andere folgt, hängt vielmehr in hohem Maße - allerdings nicht völlig - von der Situation ab, in der das eine oder das andere sich ereignet." (Hörmann 1977, 105)

Genau dies ist auch Skinners Ansicht: Wasser kann man trinken, wenn man durstig ist, aber wenn der Papierkorb brennt, wird man es eher zum Löschen verwenden (Skinner 1957, 32). Es gibt eben verschiedene Situationen und daher auch verschiedene Verhaltensweisen, die allesamt von Wasser als diskriminativem Reiz gesteuert werden; Entsprechendes gilt auch von der sprachlichen Reaktion Wasser (vgl. Skinner 1957, 32f.).

Kurzum: Das Semantische ist von "Skinner" so dürftig behandelt worden, daß man ohne weiteres von einer "völligen Nichtbeachtung des Bedeutungsmoments" sprechen kann (v. Bertalanffy 1971, 133). Er mißversteht offenbar die von Skinner ausführlich begründete Ablehnung des Terminus Bedeutung so, als sei sie ein Programm zur rein formalen, asemantischen Sprachbetrachtung. Skinner hingegen tut in seinem umfangreichen Buch beinahe nichts anderes, als dasjenige zu explizieren und lerntheoretisch zu begründen, was sonst unter dem Namen Bedeutung abgehandelt wird und nun in der "funktionalen Analyse" aufgehoben ist.

12. Es ist unverkennbar, daß "Skinner" einige äußerliche Anleihen bei seinem großen Namensvetter gemacht hat, vor allem im Terminologischen. Er scheint aber nicht imstande gewesen zu sein, die übernommenen Begriffe ordentlich zu definieren. Die Definitionen von Mand und Tact beispielsweise sind nach F. von Kutschera "derart vage, daß man sie nur als hilflose Appelle an den guten Willen des Lesers werten kann." (v. Kutschera o. J., 364) Auch hat "Skinner" die terminologischen Neuprägungen Skinners in einer solchen Weise übernommen, daß sie als "bombastische pseudowissenschaftliche Terminologie" (v. Kutschera o. J., 177) erscheinen, während Skinner sie sorgfältig definiert, mit vielen Beispielen erläutert und z. B. genau begründet, warum "Tacts" eben nicht "so etwas wie deskriptive Ausdrücke" sind (v. Kutschera o. J., 364 nach "Skinner" und stets "sekundär gelesen").

13. Die Versuchung liegt nahe, auch die Charakterunterschiede der beiden Forscherpersönlichkeiten in den Vergleich einzubeziehen. So ist bekannt, daß "Skinner" bei allem fachlichen "Ehrgeiz" (H. Grimm 1977, 12; 1982, 562; Grimm & Engelkamp 1981, 165; ebd. 192) ein zynischer, amoralischer, eben "rattomorphistischer" Menschenverächter war, dessen Name unter Menschen guten Willens nur unter Bekundung von Abscheu erwähnt wird, etwa beim "Salzburger Humanistengespräch" 1984 unter dem bezeichnenden Titel "Jenseits von Freiheit und Würde?" (nach einem Buchtitel Skinners und "Skinners"). Dagegen scheint Skinner - übrigens ein musischer (auch musikalischer) Mensch und Prosa-Stilist von hohen Graden - ein liebenswürdiger Philanthrop gewesen zu sein. Doch darüber mögen diejenigen urteilen, die das Glück hatten, ihn persönlich zu kennen.

14. Der Sieg über "Skinner" scheint leicht gewesen zu sein, bringt den Siegern aber auch entsprechend wenig Ehre, da der unterlegene Gegner denkbar schlecht gerüstet war. Mit Skinner hat es keiner der Kämpfer aufgenommen, so daß der Eindruck, die Niederlage "Skinners" sei gleichbedeutend mit dem Sieg des "Mentalismus" über den Behaviorismus, voreilig sein dürfte. Das gilt auch für das Triumphgeschrei mancher Wissenschaftstheoretiker:

"Es ist heute unumstritten, daß das behavioristische Reduktionsprogramm gescheitert ist." (Carrier & Mittelstraß 1989, 136)

"Natürlich ist es beim gegenwärtigen Stand der Dinge nicht erforderlich, die Adäquatheit des Mentalismus zu verteidigen. Dieser ist allgemein akzeptiert." (Ebd. 139)

Um das sagen zu können, müßte man nicht einen schwächlichen Popanz, sondern den eigentlichen Gegner allererst wahrnehmen und ernsthaft auf die Probe stellen.

Literatur

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Dieser Artikel erschien zuerst 1994 in "Sprache und Kognition". Online mit freundlicher Genehmigung des Autors.

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zuletzt verändert am 13.11.04